TERRIER.DE : RASSEPORTRAITS : NORFOLK TERRIER

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Der Norfolk Terrier

Herkunft und Geschichte

Die Vorfahren des Norfolk- Terriers entstanden in England zu einer Zeit, als es noch kein ernsthaftes kynologisches Interesse und auch keine planmäßige Hundezucht gab. Es waren kleine, rötliche Hunde, die vor allem als Ratten- und Mäusefänger gebraucht wurden. Vorwiegend bei Zigeuner und anderem fahrenden Volk lebten diese Hunde- doch schnell wurden sie auch in anderen Gesellschaftsgruppen beliebt. Man begann Ende des letzten Jahrhunderts planmäßig zu züchten. Mittelpunkt dieser Zucht waren die Grafschaften East Anglia´s, und hier besonders die Städte Norwich und Cambridge. Als namentliche Vorfahren des Norfolk- Terriers gelten der Rüde "Rags", der aus Yorkshire,- Scottish,- und Irish Terriern gekreuzt worden war sowie die Hündin "Ninety", die vom Dandie- Dinmont und Glatthaar-Foxterrier abstammte. Die beiden bildeten die Mutterlinie des Norfolk. Im Nachhinein wurden allerdings auch noch andere Terrier wie der Bedlington und der Staffordshire eingemixt. Zunächst fiel der kippohrige Norfolk- Terrier unter denselben Namen wie sein enger Verwandter, der stehohrige Norwich- Terrier. 1932 wurde der Norwich- Terrier mit kippohrigen und stehohrigen Hunden anerkannt. Eine Trennung der Rassen fand erst 1964 statt. Seit dem gibt es den Norfolk- Terrier, der nach der Grafschaft, aus der er stammt, benannt ist sowie den Norwich Terrier, der benannt ist nach seiner Heimatstadt. Beide Hunde unterscheiden sich außer durch ihre Ohren vor allem durch ihr unterschiedliches Wesen. Der Norfolk-Terrier ist ruhiger und ausgeglichener als der quirligere Norwich-Terrier. Außerdem ist der Norfolk-Terrier im Körperbau eleganter als der kurze und kompakte Norwich-Terrier.

Erscheinungsbild

Er ist einer der kleinsten Terrier: Der Norfolk Terrier hat eine Schulterhöhe von 25 cm, diese sollte auch nicht überschritten werden. Er wiegt zwischen 5 und 7 kg. Ein Rüde, der dem Standard voll entspricht kann, aber auch durchaus mal 8 kg wiegen. Sein raues Deckhaar ist 3 bis 5 cm lang, darunter verbirgt sich eine weiche, dichte und kurze Unterwolle. An Kopf und Hals ist das Haar recht buschig. Sein Fell kann weizenblond, schwarz- loh, grau und rot sein. Er wirkt recht kompakt und neigt ein wenig zur Pummeligkeit. Hier sollte ein bisschen Acht gegeben werden. Ein zu dünner Norfolk- Terrier entspricht jedoch auch nicht dem Rasseideal. Der Norfolk-Terrier soll keine Taille haben. Wichtiges Rassemerkmal sind seine Kippohren: Sie unterscheiden ihn von seinem engen Verwandten, dem stehohrigen Norwich Terrier.

Charakter und Eigenschaften

Der Norfolk Terrier ist ein intelligenter, gewitzter Hund mit viel Charme. Er passt sich den Lebensverhältnissen seiner Leute an, ist also ruhig wenn Ruhe gewünscht ist etc. Er ist ein wachsamer, kleiner Hund, aber ohne jeden Hang zu kläffen. Da er eine sehr robuste Gesundheit hat, kann der Norfolk ziemlich alt werden. Das Durchschnittsalter liegt heute bei 12 - 14 Jahre. Er ist äußerst verträglich und deshalb ein toller Familienhund. Kinder mag er sehr gerne, wenn diese korrekt mit ihm umgehen. Der Norfolk ist einfach ein bezaubernder, urwüchsiger kleiner Kerl!

Haltung und Pflege

Er ist klein und anpassungsfähig- darum fühlt sich der Norfolk auch in Stadtwohnungen wohl. Er passt sich dem Lebensrhythmus seines Herrchens an und kann ihn fast überallhin begleiten. Er ist ein sanfter Kerl und muss nicht übermäßig streng erzogen werden, allerdings mit Konsequenz, sonst übernimmt er das Kommando. Auslauf braucht und liebt er selbstverständlich, doch stellt er auch hier keine übermäßigen Ansprüche. Der Norfolk braucht jedoch viel Aufmerksamkeit und Liebe, um richtig gedeihen zu können. Die Pflege seines Fells ist unkompliziert: Gelegentliches Kämmen reicht dem Norfolk. Getrimmt sollte auch der "Haushund" 2 mal im Jahr, schon allein um übermäßiges Haaren zu vermeiden.