TERRIER.DE : RASSEPORTRAITS : PITBULL TERRIER

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Der Pitbull Terrier - Beschreibung

Herkunft und Geschichte

Der Amerikanische Pitbull Terrier hat eine lange Geschichte, die sich noch bis ins Jahr 1000 nach Christus zurückverfolgen lässt. Schon damals gab es Hunde, die dem heutigen Pitbull sehr ähnlich sahen. Sie mussten in Arenen gegen Bären und Stiere kämpfen- Ziel war dabei, den tapfersten Hund herauszufinden. Es wird angenommen, dass dieser Vorfahr des Pitbull aus einer Mischung aus Bulldog und Terrier entstanden ist. Nach dem Verbot von Tierkämpfen im Jahr 1935 wurde er in die USA "importiert", wo der Pitbull zu riesiger Beliebtheit gelang. Er musste auch hier in kleinen Holzarenen (den "Pits") gegen andere Hunde antreten. Im Jahr 1898 wurde eigens zur Registrierung dieser Rasse der "United Kennel Club" gegründet. Seit jeher sollen Pitbulls nicht auf Aussehen, sondern auf Leistung gezüchtet werden. "Gameness" wird diese genannt und bedeutete soviel wie große Tapferkeit, Zähigkeit und Schmerzunempfindlichkeit. Noch heute weist das Erscheinungsbild der Pitbulls ein sehr große Typbreite auf, weil eben auf äußere Merkmal in der Zucht weniger Wert gelegt wurde. Beim FCI ist der Pitbull als Rasse bis jetzt nicht anerkannt.

Erscheinungsbild

Bei dem Pitbull handelt es sich um einen mittelgroßen, sehr kräftigen und muskulösen Hund. Er wird 46 bis 56 cm groß und wiegt 14 bis 36 kg. Den Pitbull gibt es in allen Farben. Er soll solide aussehen und ein Gefühl von Stärke vermitteln, dabei aber beweglich sein. Der Körperbau ist quadratisch. Seine Ohren sind kupiert oder unkupiert und werden hoch am Kopf angesetzt getragen. Das Fell ist kurz, hart und glänzend.

Charakter und Eigenschaften

Der typische Pitbull ist selbstbewusst, robust und strotzt vor Kraft. Seiner Geschichte entsprechend ist er tapfer, intelligent, zäh und mutig. Doch es gibt auch eine andere Seite: Der Pitbull ist oft verspielt sowie sanft und empfindsam im Umgang mit seiner Familie. Er liebt es zu gefallen. Kindern gegenüber ist er freundlich. Pitbulls haben ein sehr eigenes Revierempfinden: Wo immer sie stehen, gehört ihnen dieses Fleckchen, glauben sie. Anderen Hunden gegenüber können sie es rabiat verteidigen. Sie bleiben sehr lange jung und lieben ihr Leben lang Spiele jeder Art. Außerdem sind sie aufmerksame Wachhunde. Pitbulls können mit vernünftigen, also weder zu laschen oder zu harten Zurechtweisungen gut erzogen werden. Da sie ihrem Besitzer von Natur aus immer gefallen wollen, reicht zur Erziehung das richtige Wort zur richtigen Zeit.

Haltung und Pflege

Wie schon erwähnt: Der Pitbull muss vernünftig und konsequent erzogen werden und gehört deshalb ausschließlich in verantwortungsbewusste und hundeerfahrene Hände. Mit seiner Vergangenheit als Kampfhund hat er in der Öffentlichkeit einen nicht immer guten Ruf, doch liegt hierbei das Problem beim Halter und nicht beim Hund selber. Konsequent, aber liebevoll - dass ist die unerlässliche Devise bei der Erziehung eines Pitbulls. Er sollte perfekt gehorchen. Ansonsten braucht dieser Hund viel Beschäftigung durch Apportieren, Agility etc. sowie viel Auslauf. Die Pflege des kurzen Fells ist denkbar einfach- gelegentliches Kämmen genügt.