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Du armer Hund WARE HUND |
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Reportage von Werner Schmitz
veröffentlicht im Magazin STERN Nr. 40/1996
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Skrupellose Züchter
produzieren Mode-Hunde wie am Fließband, clevere Händler machen
tierische Geschäfte
STERN-Reporter haben bei
Deutschlands größtem Hundehändler Welpen gekauft und
untersuchen lassen:
Sie waren krank und verhaltensgestört.
Tierärzte
bestätigen: Massenzucht ist Quälerei
"Es gibt
Händler, die handeln mit Hunden. Das ist dann aber kein Gewerbe,
sondern eine kriminelle Tätigkeit, die aus nicht zu verstehenden Gründen
gesetzlich nicht erfaßt wird."
Gert Haucke,
Schauspieler und Hundebuchautor
Bei den Eschners war das Gespräch mal wieder auf den Hund gekommen. Ein Bayerischer Gebirgsschweißhund sollte es sein, fand Vater Wolfgang. Doch der kurzhaarige Jagdhund gefiel seiner Frau überhaupt nicht. Martina Eschner hatte sich in einen Landseer verguckt. »So a Kalb kimmt mia net ins Haus«, konterte ihr Mann. Szenen einer Ehe.
Die Eschners aus Taufkirchen bei München
taten das, was Tausende bayerische Familien in ähnlicher Lage tun:
Sie fuhren raus nach Vilshofen zum »Zwinger von Ammerreuth«. Da
gibt's »a Riesenauswahl«, wußte Martina Eschner aus den
Anzeigen des Zwingers: »Wunderschöne Welpen zu verkaufen«.
Es folgen zwei Dutzend Rassehunde vom Dobermann bis zum Chihuahua.
Im »Zwinger von Ammerreuth« ging es
zu wie im Supermarkt. Statt an Regalen schoben die Eschners an Boxen
vorbei. Welpen winselten darin, Junghunde bellten um die Wette. Töchterchen
Bianca war kaum zum Weitergehen zu bewegen. Auch ihren Eltern gefiel es.
Nirgends lag ein Häufchen in den Sägespänen, alles wirkte
sauber und aufgeräumt. Aus Lautsprechern berieselte Radio Passau
Mensch und Tier.
Die Eschners bestaunten viele Rassehunde und
einigten sich dann auf einen Golden Retriever. »Wolke von Ammerreuth«
hieß das cremefarbene Knäuel laut Ahnentafel des »Bayerischen
Rassehunde-Vereins«, war elf Wochen alt und kostete 800 Mark - halb
soviel wie beim privaten Züchter. In der Zubehörabteilung
griffen die Eschners zu Halsband, Leine, Napf und Futter. Mit Impfung kam
sie das Schnäppchen auf knapp 1000 Mark.
»Bärli« nannten die stolzen
Besitzer das possierliche Tierchen, das rasch die Herzen aller
Familienmitglieder eroberte. Doch die Freude währte nicht lang. Nach
zwei Tagen bekam »Bärli« Durchfall. Dünn wie Wasser.
Tierarzt Dr. Lorenz Schmid verschrieb Elektrolyte und Vitamine. »Ernährungszustand
mäßig«, notierte der Veterinär. Weitere zwei Tage später
fraß »Bärli« nicht mehr. Per Ultraschall stellte
Schmid eine »Invagination« fest, der Darm hatte sich
ineinandergestülpt. »Ein Krankheitsbild, das häufig bei
ungepflegten Hunden auftritt«, erklärte der Tierarzt Frau
Eschner. »Bärli« mußte operiert werden und blieb
anschließend drei Tage in der Klinik. »Unglaublich ängstlich«
fand Dr. Schmid den Hund. »Jeder andere Welpe hätte geschwänzelt.
Bärli griff mich vor Angst an, als ich nach der OP zu ihr kam.«
Nach drei Tagen konnte der Hund entlassen werden, 48 Stunden später
brachten Eschners den Welpen zurück. »Bärli« war
schlechter dran als zuvor. Wieder hatte sich ein Stück Darm übereinandergestülpt,
wieder war eine Operation für 900 Mark nötig.
Zuviel Geld für die Eschners. Aus Mitleid
operierte Dr. Schmid auf eigene Kosten. Doch als er sah, daß diesmal
ein Stück Darm amputiert werde mußte, rief er die Eschners an
und riet zum Einschläfern. Schweren Herzens stimmten sie zu. Am 30.
August 1996, neun Tage nach dem Kauf, starb der Retriever. Im zur
Untersuchung eingeschickten Stuhl des Welpen wurde »Klebsiella
pneumoniae« festgestellt, ein Erreger, der vor allem in größeren
Hundebeständen auftritt.
In der Wohnung der Familie Eschner erinnert
ein verwaistes Hundekörbchen an das kurze, traurige Leben der »Wolke
von Ammerreuth«, und Martina Eschner will nur noch eins: »Dem
Mann das Handwerk legen!«
Der Mann, der sich die Taufkirchner Hausfrau
zur Feindin gemacht hat, residiert in einer Villa bei Walchsing in
Niederbayern. Gustav Struck empfängt den Besucher in einem Wohnzimmer
mit den Ausmaßen einer Dreifach-Turnhalle. Er bittet in eine
Sitzgruppe aus Baumwurzeln, die nur Taifune oder Tornados aus der Erde
geholt haben können. An der Wand rümpft ein ausgestopfter Elch
die Nase über die Gäste. Der präparierte Adler auf dem
Schreibtisch zeigt ihnen die kalte Schulter.
Fotografiert werden möchte
Gustav Struck in diesem Ambiente nicht. »Sonst schreibenS' nachher,
ich hätt das alles mit den Hunden verdient.« Struck stellt sich
zwar gern vor als »der Hundehändler von Hölzlöd 17 ½«,
der Adresse seines Zwingers. Viel lieber redet er aber über seinen
Zierfischhandel. »Ich bin der Größte in Europa.« Oder
über seine Großspedition »Ingo-Trans«. Am liebsten
aber über »Ingo-Mobil«, sein Autohaus in Moskau.
Struck ist Generalimporteur für Audi und
Porsche in Rußland. Stundenlang schwadroniert er über seine
Duzfreundschaft mit Ministerpräsident Wiktor Tschernomyrdin und die
Breschnew-Datscha, in der der »Präsident« (Visitenkarte)
der Ingo-Mobil GmbH wohnte, bis Moskaus Bürgermeister das ländliche
Anwesen für sich reklamierte.
»Die gesamte Administration von Jelzin
abwärts fährt inzwischen AudiA8«, brüstet sich Struck
und verrät auch, was ihm die Herzen der Nomenklatura öffnete: »Ich
hab' denen deutsche Dackel geschenkt.«
Mit tierischen Präsenten allein ist in
Moskau kein Blumentopf zu gewinnen. Struck präsentiert dem Reporter
einen Zeitungsausschnitt: »Russen-Mafia schnitt Unternehmer ein Ohr
ab«, berichtet die Münchner »Abendzeitung« über »die
Mahnung aus Moskau« an einen bayerischen Geschäftsmann. Struck
hat noch beide Ohren.
»Ich möchte die Hundegeschichte
nicht aufgeben«, sagt Struck, nachdem er seine Moskauer Geschichten über
Blaulichtfahrten in gepanzerten Limousinen losgeworden ist. Sentimentale
Motive (»Ich hab' mein erstes Geld mit Hunden verdient«) und
edle Absichten (»Das ist eine Parade, was wir mit den Tieren machen«)
hielten ihn an der Leine. Keinesfalls der schnöde Mammon.
3000 Hunde verkauft Struck nach eigenen
Angaben im Jahr. Deutschlands größter Hundehändler nennt
er sich. »Aber ich bin froh, wenn am Ende des Jahres was übrigbleibt«,
jammert er, 300000 Mark pro Jahr koste ihn allein der Tierarzt. »Alle
unsere Hunde werden geimpft und entwurmt, die HD-gefährdeten Rassen
lassen wir röntgen.«
HD meint Hüftgelenksdysplasie, eine
krankhafte Veränderung des Hüftgelenks, die vor allem bei großen
Hunderassen auftritt. Hunde mit HD können sich nur noch unter
Schmerzen bewegen. Das Leiden ist erblich und kann nur durch den Einsatz künstlicher
Gelenke gelindert werden.
Angelika Hofner* aus München kaufte im
Oktober 1994 einen Schäferhundwelpen beim Zwinger von Ammerreuth.
Weil die Studentin den Hund während der Vorlesungen nicht allein in
der Wohnung lassen wollte, kaufte sie einen Monat später noch einen
zweiten aus demselben Wurf. Mit sechs Monaten lahmten beide Hündinnen
auf den Vorderläufen. Tierarzt Dr. Uwe Streitferdt und die Münchner
Universitätsklinik stellten eine Ellenbogengelenkdysplasie (ED) fest,
die durch operative Verkürzung der Elle um einen Zentimeter behandelt
wurde.
Ein Jahr später lahmten beide Schäferhündinnen
auf den Hinterläufen. Röntgenbilder zeigten eine hochgradige HD,
bei der sich schon schlimme Arthrosen entwickelt hatten. In einem Attest für
den Rechtsanwalt der Studentin schrieb Dr. Streitferdt Klartext: »Bei
beiden Erkrankungen, ED und HD, handelt es sich um Erbkrankheiten, die
durch verantwortungsvolle Zuchthygiene zu vermeiden gewesen wären.«
Zweimal schrieb Angelika Hofners Rechtsanwalt
an den Zwinger von Ammerreuth. Antwort erhielt er nicht. Jetzt will die
Studentin das Geld, das ein Rechtsstreit mit ungewissem Ausgang
verschlingen würde, lieber ihren Hündinnen zugute kommen lassen,
Beide sollen zwei künstliche Hüftgelenke bekommen, das Stück
für 2500 Mark.
Angelika Hofners hüftkranke Hunde aus
Ammerreuth sind keine Einzelfälle. Dem STERN liegen die
Krankheitsgeschichten von anderen HD-Hunden aus Strucks Produktion vor. Um
ganz sicher zu gehen, ließ der STERN dort eine fünf Monate alte
Tibetdogge für 1500 Mark kaufen. Das Tier mit dem wohlklingenden
Namen »Aras So-Tiang« hockte apathisch in seiner Gitterbox und
bewegte sich kaum. In der Chirurgischen Tierklinik der Universität München
wurde Aras geröntgt. Diagnose von Professor Dr. Roberto Köstlin:
»Hochgradige Hüftgelenkdysplasie beidseits.« Aras heißt
jetzt Yogi und lebt in der Obhut eines Tierarztes und seiner Familie.
Angelika Hofners Schäferhündinnen,
die Tibetdogge Aras und viele andere Hunde aus dem Zwinger von Ammerreuth
stammen aus der Slowakei. Gustav Struck hat die in der Wirtschaft
inzwischen übliche Verlagerung der Produktion in Billiglohnländer
auf den Hund gebracht. Seit Jahren läßt er Tausende von Tieren
in der Slowakei »herstellen«.
Familienbande helfen ihm
dabei. Zdenek Pichlik war Strucks Schwiegervater und Vizepräsident
des slowakischen Hundeverbandes. Er baute für den Niederbayern ein
Netz von Züchtern auf. Struck lieferte »Leihmütter«
seltener Hunderassen. Pichliks Züchter, froh über jede
hinzuverdiente Mark, verkaufen deren Würfe nach Ammerreuth.
Dort kommen die Kleinen - nach Trennung von
der Mutterhündin auf menschliche Zuwendung besonders angewiesen - zunächst
drei Wochen in Quarantäne und warten anschließend in den
Showrooms manchmal monatelang auf Käufer.
Dafür haben die
armen Viecherl aber tolle Stammbäume - in slowakischer Sprache. Der
dieses Idioms selten mächtige deutsche Käufer kann außer
dem Geburtsdatum kaum etwas entziffern. Doch das Wappen des
internationalen Hundeverbandes FCI verleiht den Ahnentafeln einen Anschein
von Seriosität.
Wie es einem mit Pichlik-Hunden ergehen kann,
schildert Margit Simon aus Olching. Sie hatte Anfang 1990 im Zwinger von
Ammerreuth für 2000 Mark den drei Monate alten Mastiff »Ben«
gekauft. Züchterin laut Stammbaum: Alzbeta Pichliková, die
Frau des Vizepräsidenten Pichlik.
»Ben« litt unter chronischem
Durchfall. »Der arme Kerl hat mir über ein Jahr lang die ganze
Wohnung verschissen«, erinnert sich Frau Simon mit Grausen. Dreimal
am Tag hat sie für den Problemhund separat gekocht, ist mit ihm von
einem Tierarzt zum anderen gezogen. Ȇber 10000 Mark an
Honoraren« klagt sie. Der letzte Tierarzt stellte bei dem schweren
Hund auch noch eine Bänderschwäche fest. Nach 18 Monaten
Lebensleid wurde Ben eingeschläfert.
Zdenek Pichlik arbeitet heute noch für
Ammerreuth, allerdings als »Doppel-Ex«. Ex-Schwiegervater von
Gustav Struck, weil die Ehe seiner Tochter mit dem Bayern in die Brüche
ging, und schlimmer fürs Geschäft - Ex-Vizepräsident des
slowakischen Hundeverbandes. Auf Druck des Verbandes für das Deutsche
Hundewesen (VDH) waren Zdenek Pichlik und seine Hunde-Produzenten in
diesem Frühjahr aus dem slowakischen Verband ausgeschlossen worden.
Der Hintergrund: Im Sommer 1995 war Bernhard
Meyer, Geschäftsführer des VDH, die aktuelle Preisliste des
Zwingers von Ammerreuth zugespielt worden (»Nur für zoologische
Fachgeschäfte und Hundesalons, denen unsere Geschäftsbedingungen
zugrunde liegen«). Struck listete 97 Hunderassen zu Dumping-Preisen
auf. Dazu der Hinweis: »Vertraulich, nicht an Endabnehmer
weitergeben.« Beim Studium der Geschäftsbedingungen ahnte Meyer
auch den Grund.
»Bei Versand werden alle Tiere, soweit
erkennbar, gesund abgesendet. Für den Fall, daß Tiere dennoch
erkrankt zugehen, können sie innerhalb 48 Stunden nach Zugang zurückgesandt
werden«, heißt es unter Punkt IV, Ziffer 2. Einen kleinen Hund,
den ein Zoohändler krank aus Strucks Transportkiste zieht, soll er
also nicht zum Tierarzt bringen, sondern wieder in die Kiste stopfen und
zurück nach Niederbayern schicken. Der Hund als Stückgut. Der »beste
Freund des Menschen«, sein Kumpan seit den Tagen der letzten Eiszeit,
als Handelsware.
Bei Struck gibt es zwar keine »Geld-zurück-Garantie«,
aber Umtausch ist möglich - auch für Privatkunden. Wer ein
krankes Tier gekauft hat und sich nachdrücklich beschwert, dem wird
Umtausch angeboten.
Marion von Strachwitz ist es mit ihrer kleinwüchsigen,
lahmenden, hustenden Golden-Retriever-Hündin so ergangen. »Ich würde
ja auch kein behindertes Kind umtauschen«, hat die Mutter zweier Töchter
geantwortet und ihren Hund lieber zum Tierarzt gebracht als zurück in
den Zwinger.
Gustav Struck kann das nur recht sein. Wenn
nur wenige ihr krankes Hündchen einfach in Ammerreuth entsorgen,
spart er eine Menge Geld.
Nicht von ungefähr hat die Bundestierärztekammer
den Hund zum »zu schützenden Tier des Jahres 1996« erklärt.
Die Veterinäre sorgen sich nicht nur um die körperliche
Gesundheit ihrer Patienten. Massiv häufen sich in den vergangenen
Jahren vor allem Verhaltensstörungen. Sie treten nicht nur bei den
sogenannten Kampfhundrassen wie Bull oder American Staffordshire Terrier
auf, sondern immer öfter auch bei Familienhunden.
»Clif Dunajska Luzna« ist so ein
Sorgenkind der Veterinäre. Der STERN ließ den fünf Monate
alten Leonberger Anfang Mai im Zwinger von Ammerreuth für 800 Mark
kaufen. Clif war den Reportern aufgefallen, weil er in der hintersten Ecke
des Zwingers hockte und sich vor Besuchern verkroch, statt sie wie ein
gesunder Welpe freudig zu begrüßen.
»So reagieren stark verhaltensgestörte
Hunde, da sie aus den Zwingern ja nun einmal nicht fliehen können«,
schreibt die Verhaltensforscherin Dr. Dorit Feddersen-Petersen in Ihrem
Standardwerk »Hunde und ihre Menschen«. Und: »Der Anblick
so "zugerichteter" Tiere muß jeden normal empfindenden
Menschen mit hilfloser Wut auf den jeweiligen Verursacher und großer
Trauer und Beschämung dem Tier gegenüber erfüllen.«
Der STERN stellte Clif Dr. Feddersen-Petersen
vor. Die Wissenschaftlerin vom Institut für Haustierkunde der Kieler
Universität verfügt über große praktische Erfahrungen
im Umgang mit Problemhunden und tritt häufig als Gutachterin vor
Gericht auf.
Frau Feddersen-Petersen untersuchte Clif. »Ich bin
mir ganz sicher, daß dieser Hund niemals ein normales
Sozialverhalten zeigen wird«, stellte sie danach fest, »er wird
immer in Angst leben.« Über die Bedingungen der Importhunde im
Zwinger von Ammerreuth fällte sie ein vernichtendes Urteil. »Diese
drei Wochen Quarantäne reichen aus, um dem Hund einen Knacks fürs
Leben zu geben - selbst wenn vorher beim Züchter alles optimal
gelaufen sein sollte. Das Wegsperren ist Tierquälerei ohne Ende. In
der Jugendentwicklung eines jeden Hundes werden sozusagen die Weichen
gestellt für das, was später aus ihm werden kann. Isolation in
dieser sensiblen Phase ist also auch durch spätere Beschäftigung
mit dem Hund zumeist nicht oder nur unzureichend kompensierbar.«
Gustav Struck weiß auf solche Vorwürfe
wenig zu erwidern. »Wir haben keine verhaltensgestörten Hunde«,
blafft er, »das ist ein Schmarren.« Und sein Adlatus Weinfurtner
fragt fröhlich: »Wie viele Tierärzte san verhaltensgestört?«
Mit
Angstbeißern und Charakterkrüppeln, »wie sie oft in großen
kommerziellen Zuchten heranwachsen« (Feddersen-Petersen) hat Walt
Weisse täglich zu tun. Der langjährige Vorsitzende des »Clubs
für Molosser« kennt auch »eine ganze Reihe von Leuten, die
mit Hunden von Ammerreuth auf die Schnauze gefallen sind«. Weisse
betreibt eine Hundeschule und versucht, solche Tiere halbwegs wieder
hinzukriegen.
»Alle Hunde, die wir von Ammerreuth hier hatten,
waren ängstlich und aggressiv«, erzählt er, »und das
ist eine gefährliche Mischung.« Besonders bei den riesigen
Molossern, an denen Weisses Herz hängt.
Mit dem STERN wollte keiner von Weisses Kunden
über seinen Ammerreuther Problem-Hund reden. Offensichtlich schämen
sich viele, zuzugeben, im »Zwinger für Armeleut« (Züchterspott)
einen Hund erworben zu haben. Wer dort kauft, hat entweder wenig Geld oder
wenig Ahnung von Hunden - oder beides.
*Name von der
Redaktion geändert
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"Unser
Terrier" bedankt sich beim Autor Werner Schmitz und dem Magazin Stern
für die Erlaubnis, diesen Artikel veröffentlichen zu dürfen
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