Terrier.de – Welpenreport (aktualisiert 04.05.2021)

Eintragsentwurf – noch in Arbeit – noch nicht teilen !!!

 

„Was für ein Wunder der Natur … ich bin immer wieder aufs Neue überrascht, wie schnell das alles geht“ schreibt Matthias in der WhatsApp Gruppe der zukünftigen Welpenbesitzer…

Zwischen zwei und drei Kilo sind unsere vier Irish Welpen jetzt inzwischen schwer – aktuell gewogen am 4.5. – und schon recht aktiv, wie ihr auf den Fotos erkennen könnt. Es ist eine spannende Woche, in der es für den Züchter heißt angemessen zu reagieren und behutsam auf das Verhalten der Welpen Einfluss zu nehmen. Dem Welpen seine Erfahrungen machen zu lassen – eine Gradwanderung – behüten, anleiten, laufen lassen und eigene Erfahrungen erleben lassen. Das Beste, das den Welpen passieren kann ist es, selbst aus eigenem Antrieb eine unbekannte Situation gemeistert zu haben.


Meine Lieblingswoche – es ist ungeheuer spannend unsere Welpen in dieser Woche zu begleiten. Auch nach 20 Jahren finde ich es faszinierend, den Welpen zuzuschauen, sie zu unterstützen, sie einfach mal probieren lassen. In die verdutzten Gesichtchen zu schauen, wenn sie zum ersten Mal ihren Bruder und ihre Schwester bewusst wahrnehmen. Wie sie mir in die Augen schauen, wenn ich etwas sage oder sie auf dem Arm habe. Die kleinen, schwarzen, strahlenden Augen. Wie „schwarze Diamanten“. Diese Augen suchen unser Gesicht, fixieren und erkennen und setzten es in Erfahrung um. Einfach nur toll.

Das bewusste Erkennen und die daraus resultierenden Handlungen sind in dieser Woche besonders bemerkenswert.

Fähigkeiten wie

  • ihre „Artgenossen“, ihre Geschwister zu erkennen
  • die Menschen als artfremd zu erkennen und ihnen trotzdem grenzenlos zu vertrauen
  • sie kategorisieren bereits
  • die Welpen zeigen bereits Emotionen
  • es werden soziale Beziehungen aufgebaut
  • es wird sozial gelernt
  • die Welpen beginnen zu manipulieren durch Kommunikation
  • und man glaubt es kaum, sie planen bereits ihr Vorgehen.

Auch eine typische Situation in dieser Woche:

Wir waren im Garten, die Kleinen liefen völlig unbeschwert über den Rasen und plumps waren zwei im Bottich. Mein Mann und ich sind ruhig mit der Situation umgegangen. Geschaut, wie reagieren die Welpen, Panik ??. Unsere Zwei, waren völlig überrascht, und sind dann stolz durch das Wasser gestampft. Erfahrung: Wasser war neu – aber ich habe es geschafft. War gar nicht schlimm. Dann kam das Verwöhnprogramm, schön warmrubbeln und wieder absetzten. Die beiden anderen haben sofort geschnuppert und mit hoch erhobener Rute wurde weitermarschiert. Nichts passiert.

Mit solchen Erfahrungen lernen die Welpen die sogenannte Dritte Ebene kennen. Bisher verlief ihr Leben immer horizontal, nur so kann man natürlich Treppen u.v.m. nicht bewältigen. Die Natur hat nur ein ganz kurzes Zeitfenster vorgesehen, zum Erkennen und Erlernen, dass es eben nicht nur horizontal zu geht auf der Welt. Es kommt noch hoch und tief dazu. Siehe das Reinplumpsen in den Bottich. Die Welpen haben die Bottichkante nicht erkannt und sind weitergelaufen. Ja sie haben noch nicht mal hochgeschaut, weil „Hoch“ im Gehirn noch nicht vorkam.

Nun – seit Woche 5 – gibt es ein Hoch und ein Tief. Sie waren „Treppenlaufen“, sind runtergeplumpst, haben erkannt, dass sie unten waren. Umgedreht und wieder rauf. Das lehrt Lernen – positives Lernen – erfolgreiches Lernen. „ Ich kann das Lernen- ich bin super im Lernen.“

Ein riesiger Schritt auf der kognitiven Straßenkarte in den kleinen Welpenköpfchen. (siehe dazu auch das Beispiel „Strassenkarte“ in unserem Welpenreport Woche 3)

In Woche 6 werden die Fähigkeiten weiter gefestigt und die Kleinen werden immer mobiler und mutiger. Wir werden wieder berichten und euch dann auch die zukünftigen Welpenbesitzer vorstellen.

 

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