Lovely Lucy

Unsere Motivation – Teil 2: Lucy

Als wir uns 2007 entschlossen wieder einen (Terrier-)Welpen zu uns zu nehmen hatten wir bereits mehr als 10 Jahre die Seite terrier.de betrieben. Wir hatten sehr viel über Terrier, Welpen und Züchter erfahren und gelernt. Viel Positives war dabei, aber auch sehr vieles was Herrchen und Frauchen während eines langen Hundelebens an Problemen zu bewältigen haben wurde uns berichtet und in unseren Foren diskutiert.

Über viele Dinge, die uns bei der Auswahl von Caesar (siehe Unsere Motivation – Teil 1: Caesar) passiert waren konnten wir im nachhinein nur den Kopf schütteln und viele Dinge wären zu vermeiden gewesen, wenn wir damals nicht so unvorbereitet an das Thema Welpenkauf herangegangen wären.

Wir wussten inzwischen, dass es mehr als 30 Terrierrassen gibt und hatten anhand der Rasseportraits und unserer individuellen Vorstellungen schon einige in die engere Auswahl genommen.

Ein Westie kam nicht mehr in Frage, unser Caesar sollte einmalig bleiben.

Die großen Terrierrassen schieden auch aus, da wir sehr viel mit unserem Hund zusammen unternehmen wollten und ob im Auto, im Hotel, im Restaurant – mit der Größe wachsen die Probleme und es sollte neben der Hundebox zumindest noch ein Koffer in den Kofferraum passen.

Ein sehr gute Gelegenheit sich verschiedene Rassen live und im direkten Vergleich anzuschauen sind Hundeausstellungen. Der Verband für das Deutsche Hundwesen (VDH) oder speziell für Terrier der Klub für Terrier (KfT) veranstalten regelmäßig solche Ausstellungen. Besucher sind dort herzlich willkommen, man findet viele Informationen und die anwesenden Züchter geben auch gerne Auskunft.

Bei uns war es damals eine Ausstellung in Osnabrück. Viele Terrierrassen waren vor Ort und mitten in dem Trubel stand eine Gruppe von Hunden, gelassen und unaufgeregt, aber dennoch aufmerksam und interessiert. Wir wurden freundlich begrüßt, durften ausgiebig streicheln und nach einem ausführlichen Gespräch mit den Züchtern war uns klar – unser zweiter Terrier wird ein Irish!

Mit der Gewissheit die richtige Entscheidung getroffen zu haben ging es an die Suche nach einem Züchter. Es sollte ein erfahrener Züchter sein und vor allem einer aus der näheren Umgebung, da wir uns im Vorfeld und gerne persönlich ein Bild machen wollten.

Mit unserer „Checkliste Züchterauswahl“ in der Tasche machten wir uns an einem Sonntagnachmittag auf den Weg. Als wir beim ersten Züchter ankamen ging die Tür auf und fünf Irish Damen kamen auf uns zu und haben uns überschwänglich begrüßt. Wenn es bis zu diesem Zeitpunkt noch irgendwelche Zweifel an unserer Rassewahl gegeben haben sollte, in diesem Moment waren sie alle weggewischt.

Wir saßen im Wohnzimmer und es wurde gespielt, gestreichelt, geschleckt und gedrängelt.

Die Züchter standen inmitten ihres Rudels, haben uns alle Verhaltensweisen erklärt und hin und wieder für Ordnung gesorgt.

Hundeverhalten, Genetik, Erbkrankheiten, Erbgänge, Entwicklung, Umwelteinflüsse, Geburt, Aufzucht, Sozialisation, Ernährung, Gesundheit und Gesundheitsprophylaxe, Zuchtverfahren, Zuchtauswahl – wir staunten mit wieviel Begeisterung und Liebe die Züchterfamilie über ihre Hunde erzählte.

Die Zeit verging wie im Flug. Unsere „Checkliste“ hatten wir total vergessen, denn längst war klar – wir hatten „unsere“ Züchter gefunden.

Als dann unsere Lucy geboren wurde durften wir sie und ihre drei Schwestern gleich am ersten Wochenende sehen und konnten dann Woche für Woche miterleben, wie aus den kleinen, blinden und hilflosen Mäusen quicklebendige und selbstbewusste kleine Irish Terrier wurden.

Und wir konnten miterleben, wieviel KnowHow, Erfahrung und Engagement auf Seiten der Züchter notwendig ist, um Welpen in den ersten Wochen optimal aufs Leben vorzubereiten.

In all den Jahren, in denen Lucy bei uns war, war sie eine aufgeweckte, gesunde, liebe und selbstbewusste Irish Lady, die mit großer Neugier und ohne Angst Tag für Tag unsere Familie bereichert hat und uns sehr viel Freude bereitet hat.

Der Grundstein dafür wurde – da sind wir uns ganz sicher – in den ersten Lebenswochen beim Züchter gelegt.

Wie immer würden wir uns über Eure Kommentare freuen – und Teil 3 zum Thema „Unsere Motivation“ mit dem Fazit folgt dann nächste Woche.

Bis dahin Euch allen ein schönes langes und erholsames Pfingstwochenende – und vielleicht sehen wir uns ja beim British Weekend auf dem Rittergut Remeringhausen bei Stadthaben. Dort sind viele Kerry Blue Terrier vertreten.

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